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Auch wenn sich der Vollmond am Samstag nicht über dem trüben Ermstal zeigte, war er im Zillenhart-Saal mehr als präsent: Der Chor „Vocal Affair“ hatte sein Soiree-Konzert unter den Titel „Mondsüchtig“ gestellt.

Ein Flower-Power-Chor mit einem überwiegend rockig-poppigen, leichten und lockerem Repertoire war „Vocal Affair” seit der Gründung im Jahr 1989 noch nie, immer schon hatten die 30 Sängerinnen ernste und tragende Momente oder auch klassische Lieder im Programm integriert. Das potenzierte sich am Wochenende bei der Soiree, die ganz im Zeichen des Mondes stand. Der hat viele Dichter und Denker oder Komponisten in den unterschiedlichsten Genres beschäftigt. Überwiegend umweht ihn aber ein Hauch von Romantik und Ernsthaftigkeit, von Mystik und Aberglauben, im Mondlicht sucht man Entspannung und Ruhe – der Mond ist ein eher stiller Gefährte des Menschen.

Das schlug sich auch im Ablauf des Abends nieder: Die eher ruhigen, besinnlichen Momente überwogen. Und dann spielte der Chor mit seinen 30 Sängerinnen und Sängern auch sein ganzes gesangliches Können aus, bewegte die Zuhörer und ließ sie vielfach träumen – zumal jedes Lied mit einem passenden Bild begleitet wurde. Der aufgehende Mond über einem See oder den Bergen, eng umschlungene Liebespaare in seinem Licht.

Volkslieder wie „Guter Mond“ oder das französische „Au claire de la Lune“ waren zu hören und machten den Zuschauern deutlich, wie schön Gute-Nacht-Lieder klingen können – einfühlsam präsentiert von einem Chor. Immer wieder erklang auch „Der Mond ist aufgegangen“ in unterschiedlichen Varianten, endrucksvoll und regelrecht unter die Haut gehend das Duett von Chorleiter Reiner Hiby und Regine Eberle. Sowieso punktete der Chor nicht nur durch seine Gesamtleistung auf hohem Niveau, sondern durch hervorragende Solisten. Neben Regine Eberle wagten sich Dagmar Kächele und Helmut Schweiss mit Schwerpunkt Swing sowie Matthias Fleck und Stefanie Schorn alleine vors Publikum. Letztere interpretierte modernen Mondlieder, überzeugend ihre Version von Rio Reisers „Junimond“ und mitreißend Van Morrissons „Moondance“.

Eine Zuschauerin, die erstmals bei einem Konzert von „Vocal Affair“ dabei war, sprach aus, was offensichtlich war: „Den Sängerinnen und Sänger sieht man an, dass sie richtig Spaß am Singen haben.“ In der Tat: Sie strahlten Selbstbewusstsein und eine gewisse Lockerheit aus, wirkten nicht verkrampft und man blickte als Zuschauer in lachende Gesichter. Schade nur, dass bei den schnellen Swing- und Rocksong die Begleitmusik durch den hervorragenden Pianisten und Chorleiter Reiner Hiby, Schlagzeuger Dieter Schumacher und Bassist Bernd Reuter etwas zu laut war. Man hatte den Eindruck, der Chor hatte gegen die Musik anzusingen und dessen Gesang ging etwas unter.

Das trübte das insgesamt positive Gesamtbild eines kurzweiligen Abends jedoch in keinster Weise. Im Gegenteil: Jeder Zuschauer weiß, wie viel Arbeit und Engagement hinter einem solchen Konzert begeisterter und begeisternder Hobby- Sänger steckt. Die haben Dank der kontinuierlichen Arbeit mit ihrem Chorleiter Hiby ein beachtliches Niveau erreicht. Ein paar Zuschauer mehr hätte der Chor verdient gehabt, beim Samstagskonzert gab’s im Zuschauerraum noch ein paar Lücken – wer nicht gekommen ist, hat etwas verpasst.

Quelle: Südwestpresse Metzingen, Kirsten Oechsner

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